Ich esse gesund und nehme nicht ab.

Wir kennen sie doch alle die beliebten Sprüche, wenns um das Thema Abnehmen geht. “Ich esse einfach gesund und dann nehme ich ab.” Ich bekomme dazu oft verzweifelte Nachrichten, warum dies denn bei demjenigen nicht funktioniert. Ratlosigkeit und völliges Unverständnis. Das Problem dabei ist, dass viele Menschen dein einfachsten Weg nehmen.

Dir fehlt das Grundverständnis.
Einige beschäftigen sich leider nicht mit dem Grundprinzipien und verstehen nicht wirklich wie Abnehmen funktioniert. Sind wir mal ehrlich, die meisten nehmen den einfachen Weg und ernähren sich nach diversen Trends wie Lowcarb, Paleo, Cleaneating o.ä., statt sich einfach mal grundsätzlich mit der Thematik auseinander zu setzen. Problem dabei ist, dass der eigene Kopf nicht eingeschalten wird und man sich nicht mit der Ernährung beschäftigen muss. Allerdings wird man früher oder später an einen Punkt geraten, an dem es nicht mehr weiter geht und schwupps sind die Kilos wieder da. Das kommt davon, weil man sich nicht mit den einfachsten Grundlagen beschäftigt hat.

Warum funktionieren die Trends?
Ganz einfach, weil durch die “Regeln” weniger Energie aufgenommen wird, als der Körper tatsächlich verbraucht. Das passiert bei den meisten zu Beginn, da sie auf unverarbeitete Lebensmittel umsteigen. Bspw. bei LowCarb werden die großen Kalorienkiller gestrichen und durch eiweiß- und fettreiche Lebensmittel ersetzt. Dadurch tritt die Sättigung schneller ein. Problem dabei ist, über kurz oder lang passt sich dein Körper an. Man greift zu den sog. #hälzy Lebensmitteln wie Nüsse, Öl, Smoothies usw. Prima, aber die enthalten auch sehr viele Kalorien. 

Wer ist Schuld?
Jetzt nimmt man nicht mehr ab. Schuld ist wie immer die Ernährungsform, der kaputte Stoffwechsel oder der Baum der irgendwo auf der Welt umgekippt ist. Es folgt Frustration und der Rückfall in alte Muster gefolgt von der Aussage: “Egal was ich mache, bei mir funktioniert das nicht”. Sorry, aber das ist falsch. Es funktioniert nicht, weil du den bequemen und einfachen Weg gehen wolltest, anstatt dich mit dem Thema auseinander zu setzen. Wer dauerhaft erfolgreich sein will muss zuerst die Basics verstehen.

Die wahren Gründe, warum du nicht abnimmst

Kein Kaloriendefizit

Keinen Überblick über die Kalorienzufuhr und den Kalorienbedarf
Du weißt nicht wie viel Kalorien du täglich zu dir nehmen sollst. Entweder isst du so viel, wie dein Körper verbraucht, was eine ausgeglichene Kalorienbilanz und ein gleichbleibendes Gewicht bedeutet oder du isst über deinem Gesamtbedarf und nimmst (leicht) zu.

Unterschlagen, abrunden, schätzen der Kalorien
Dir ist nicht bewusst wie welche Lebensmittel wie viel Kalorien haben und du schätzt deine Kalorienzufuhr völlig falsch ein. „Ich bewege mich doch den ganzen Tag, deshalb kann ich auch viel essen.“ Die Aktivität wird in vielen Fällen zu hoch eingestuft. Eventuell unterschlägst du beim Kalorientracken Kalorien (Öl, Milch im Kaffe, hier und da mal ein Leckerli), rundest diese auf bzw. ab oder schätzen nur grob, was zu einem komplett falschen Wert führen kann.

Hohes Kaloriendefizit

Zu wenig Fett
Wenn du ein starkes Defizit fährst, führst du zu wenige essentielle Fettsäuren zu dir und hast dementsprechend auch zu wenig Gesamtfett. Bei Frauen geht der Hormonaushalt bei einem langanhaltenden starken Kaloriendefizit in den Keller und die Periode kann sogar ausfallen, was absolut ungesund für den Körper ist. Weiterhin steigt das Risiko auf Osteoporose.

Zu wenig Proteine
Neben dem Mangel an Gesamtfett ist ein weiteres Problem die Reduzierung von Proteinen. Proteine und Fette bleiben lange im Körper und sorgen für die Sättigung im Körper. Fett ist wichtig für den Hormonhaushalt und dieser ist wiederum wichtig für die Sättigung. Viele Menschen essen auch die falschen Kohlenhydrate.

Heißhungerattacken

Mikronährstoffe
Wer die Mikronährstoffe außer Acht lässt, sorgt auch für Heißhungerattacken. Gemüse, aller Art hat eine hohe Abdeckung an Mikronährstoffe. Gemüse ist die wichtigste Lebensmittelgruppe für den Menschen überhaupt. Gemüse hat alle Mikronährstoffe, die der Körper benötigt. Deshalb ist es wichtig viel und vor allem abwechslungsreiches Gemüse zu essen. Nur die Makronährstoffe abzudecken reicht bei weitem nicht aus, wenn die Mikros dafür stark vernachlässigt sind, denn auch dies führt zu Heißhungerattacken. Wer wenig Gemüse isst, kann seine Ballaststoffe nicht abdecken und hat somit Probleme mit einem regelmäßigen Stuhlgang. Der Stuhlgang ist essentiell wichtig für den Körper. Wer dies nicht hat, hat keine gesunde Darmflora und hat keinesfalls vernünftig abnehmen.

Flüssige Nahrung
Auch die so begehrten Smoothies bzw. allgemein flüssige Nahrung führt zu Heißhunger. Flüssige Nahrung ist generell nicht zu empfehlen, da viele Mikronährstoffe nicht (mehr) vorhanden sind außerdem wird man davon nicht wirklich satt. Der Körper kann feste Nahrung weit besser verarbeiten.

Trinken
Zu wenig Trinken ist ebenfalls ein potentieller Kandidat für das Auslösen von Heißhungerattacken. Man sollte Hunger nicht mir Durst verwechseln.

Regeneration
Ein weiterer Punkt neben der Ernährung der zu Heißhunger führt ist zu wenig Schlaf. Wenn zu wenig geschlafen wird, steigt das Cortisol (Stresshormon) Level an und dieser hohe Anteil führt ebenfalls zu Heißhungerattacken. Die Regeneration ist extrem wichtig für den Körper.